| Tipp des Monats Dezember 2009 - Schuld ist nicht alleine die Jugend... |
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. Schuld ist nicht die Jugend alleine...!" Kriminalberatung.de klärt auf .
" Wo die Zivilcourage keine Heimat hat, reicht die Freiheit nicht weit...!" - so steht es geschrieben in der Todesanzeige der FAZ vom 16.9.2009 des durch Mörderfuß!" getöteten Dominik F. Brunner, der in München anderen jungen Menschen in deren Not helfen wollte und dabei selber zum tragischen Opfer geworden ist. . Aktuell: Am 6.9.2010 wurden die beiden Täter vom Landgericht München I zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Der 19-jährige Täter Markus S. wurde wegen Mordes zu 9 Jahren und 10 Monaten Haft verurteilt. Der 18-jährige Sebastian L. wurde wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu 7 Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. .
Da mag die Überschrift einer unschuldigen Jugend etwas zynisch erscheinen. Jedoch sie ist es nicht. Zunächst mal werden durch die UBahn-Schläger und andere Gewalttäter die Grenzen jeglicher Sozialarbeit bloßgestellt. Aber Schuld ist die Generation Erwachsener, die in weiten Teilen nicht zum Vorbild taugt. Einer ganzen Generation Jugendlicher und junger Erwachsener fehlen die (guten) Vorbilder. Grenzenlos raffgierige Manager, korrupte Gewerkschafter und Betriebsräte, pädophile Erzieher und Priester, rechtskräftig verurteilte Politiker, Vorteilsnahme da und dort, ständig jammernde Eltern die ihren Selbstfindungsprozess nie abschließen, rauschgiftsüchtige Schauspieler, saufende Popstars, katastrophal heruntergekommende Schulgebäude usw. usw - so die täglichen Wahrnehmungen.
Unvergessen sind die 70er Jahre, in denen Lehrer/-innen mit Dutt und selbstgestrickten grobmaschigen Strümpfen die antiautoritäre Erziehung priesen und unvergessen sind die Schlagzeilen, in denen Gewerkschafter mit Vehemenz forderten, dass ein Auszubildender keine Werkstatt aufräumen und säubern darf. Also eine Arbeitsstätte, die diesem Lehrling Arbeit und Brot gegeben hat. Die selben Gewerkschafter kommen heute auf Knien gerutscht und betteln um solche Ausbildungsplätze. Heute erfahren Lehrer/-innen selber täglich Gewalt und sind auf den Schulhöfen Hohn und Spott ausgesetzt. Glauben Sie mir, ich weiß wovon ich rede. Lehrkräfte selber haben mir gegenüber geäußert, dass sie aus Scham und Angst keine Pausenaufsicht mehr machen. Da könnte man spöttisch bemerken: ... die Geister die ich rief!" Aber das Thema ist zu ernst. Auch im Ausland bleiben die teils verheerenden Zustände in Deutschland längst nicht unbemerkt. Siehe dazu: Tipp des Monats Mai 2008 und Tipp des Monats Oktober 2008 .
Heute tingeln die selbsternannten "Alt-68er" uniformengleich mit Glatze und grauem Kinnbart von Talkshow zu Talkshow und stehen längst auf den Lohnlisten ihrer ehemaligen Klassenfeinde. Natürlich zeigt man dann schnell medienwirksam Verständnis für die arbeits- und berufslose ledige Mutter mit vier Kindern, die trotz € 1800,-- Sozialhilfe, so wie sie es in einer Fernsehsendung glauben machen wollte, keine kindgerechte Erziehung leisten kann. Da passt es dann auch ganz gut in die öffentliche Wahrnehmung, wenn unsere Familienministerin (seit 30.11.09 Ministerin für Arbeit und Soziales) Ursula von der Leyen Gregor Gysi ( Partei: Die Linke ) offenbar noch links überholen möchte.
Da soll sich noch einer auskennen. Schon gar nicht die Friseurin, das Verkaufspersonal im gesamten Einzelhandel und viele andere Arbeitnehmer/-innen aus dem Niedriglohnsektor, die trotz teils schwieriger 40-Stunden-Woche und Kindergeld nicht auf die bejammernden und beklagten €1800,-- Nettolohn kommen. Es ist eine gefährliche Entwicklung wenn die Wahrnehmung so bleibt, daß sich Arbeit nicht mehr lohnt und den Kindern in vielleicht schon 4. Generation beigebracht wird, dass Wasser aus der Wand und das Geld vom Staat kommt. Ohne Leistungswillen wird jede Gesellschaft hohen Schaden nehmen und zwar nachhaltig. Warum wandern deutsche Fachleute wie Ingenieure, Ärzte, Handwerksmeister etc. aus und Zuwanderer strömen in die deutschen Sozialsysteme? Warum wohl?
Wenn sich unsere Politiker/-innen und unsere Behörden nicht endlich mal einer ehrlichen Wertediskussion stellen und nachvollziehbare Weichen für eine gemeinsame Zukunft definieren und wenn Straftäter weiterhin gekuschelt und verhätschelt werden, dann werden wir noch viel zu oft Opfer von Zivilcourage oder ausländerfeindlicher Übergriffe beklagen. Das alles geht nicht von Heute auf Morgen, es muss wachsen, es braucht Zeit. Den Verantwortlichen sei jedoch gesagt: es gäbe viel zu tun - packt es endlich an!"
Es ist unüberlegt, wenn sich der Bayrische Ministerpräsident Seehofer kurz nach der verheerenden Tat an Dominik F. Brunner hinstellt und fordert, dass die Höchststrafe im Jugendrecht von 10 Jahren auf 15 Jahre erhöht werden müsse. Nein - diese Forderung alleine ist Quatsch und ist lediglich dem damaligen Wahlkampf geschuldet. Das kann man zwar machen, ist vielleicht schon längst überfällig; nur nutzen tut es zur Prävention nicht. Das weiß auch der Bayrische Ministerpräsident.
Statt dessen muss die Mindeststrafe überdacht werden und es müssen Richter/-innen her, die diese Gesetze auch zeitnah und konsequent anwenden und Urteile sprechen. Wir haben kein Gesetzesdefizit - wir haben ein Vollzugsdefizit. Und zwar schon lange. Denn: "Im Namen des Volkes..." ist bei uns zur Zeit nicht mehr viel.
In diesem Sinne, für Sie liebe Leserinnen und Leser alles Gute und mögen Sie nie in eine gefährliche Situation kommen. Freundlichst, Ihr Herbert Ittner
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