| Tipp des Monats März 2011 |
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Die Falschberatung und ihre Folgen... Kriminalberatung.de klärt auf . Verehrte Leserinnen und Leser, immer wieder liest man in den Tageszeitungen oder hört es in den Nachrichten, dass Täter trotz vorhandener Alarmanlage oder sonstigen Sicherungsmaßnahmen in das Gebäude eindringen und wertvolle (...) stehlen oder rauben konnten. Auch aktuell wieder. Auch in meinem Heimatkreis Marburg-Biedenkopf. . Oberflächlich gelesen lässt die Nachricht daran zweifeln, ob dann eine Absicherung überhaupt notwendig ist. Heißt es doch auch immer noch von den Besserwissern: "Wenn sie reinwollen - kommen sie auch rein!" In dieser Pauschalität gesprochen stimmt das natürlich nicht. . Aber woran liegts? Die häufigsten Ursachen sind die Falschberatungen. Wenn Sie sich umsehen wer heute so alles als Sicherheitsberater unterwegs ist, lässt es einen grausen. Das sind Hausmeister, Feuerwehrleute, so genannte Seniorenberater mit ihrem Halb- oder Falschwissen, allerlei Behördenvertreter, Mitarbeiter von Versicherungen, der Nachbar der alles weiß und der Handwerker der alles kann. Das können alles Menschen sein die in ihren Berufen gute Arbeit leisten - aber eben nicht als Sicherheitsberater. Dazu gehört, dass man nicht nur die Tat und den Täter kennt, man muss auch fundiertes Wissen in technischen Daten und Normen beurkundet nachweisen können. Und es ist eine geschäftstüchtige Werbung im eben diesem Wachstumsmarkt. . Es werden im Grundsatz zwei Dinge falsch gemacht: Erstens, es werden untaugliche und ungeprüfte Artikel gekauft und dann noch nach eigenem Ermessen montiert. Zweitens, es werden geprüfte und empfohlene Techniken gekauft aber von unkundigen Handwerkern falsch montiert. Beides führt zweifellos dazu, dass selbst einem Naivtäter eine Straftat gelingt. . Aber warum ist es so? Diese Frage hätte viele Antworten. Eine davon habe ich als langjähriger ehemaliger Kriminalberater immer wieder beobachtet. Ein umsichtiger, geschulter und verantwortungsvoller Kriminalberater wird nach einer ausgiebigen Objektbesichtigung dem Ratsuchenden in jedem Fall einen schriftlichen Beratungsbericht abgeben. Auch desegen, damit der Bürger noch nach Tagen weiß was er benötigt und sich einen punktgenauen Kostenvoranschlag einholen kann. Und eben dieser Beratungsbericht, der durchaus mehrere Seiten Umfang haben kann, wird immer die aktuellen und objektbezogenen richtigen Daten und Normen beinhalten. Ansonsten wäre es kein Beratungsbericht sondern ein Sammelsurium persönlicher Einschätzungen. So, nun kommt das Problem. Der kriminalpolizeiliche Beratungsbericht wird mehreren Errichterfirmen vorgelegt. Und da jeder das Geschäft machen möchte, gibt es ganz Findige. Sie erzählen ihren Kunden, dass er das alles ja gar nicht brauche und die Polizei wie immer übertreibe. Vielmehr habe er gute Erfahrungen mit dem wesentlich kostengünstigeren Produkt Soundso gemacht. Und da jeder gerne sparen möchte (Geiz ist halt immer noch geil) und der Bürger einem Handwerker oft mehr Vertrauen in dessen technisches Wissen schenkt als einem Polizisten, na ja, dann wird es eben so bestellt. Und der Bürger ist dann so lange glücklich so lange nichts passiert. Ich hätte genügend Beispiele aus meiner beruflichen Tätigkeit wo entgegen meiner Vorschläge völlig andere Mittel installiert wurden und wo es dann zu schadensträchtigen Einbrüchen gekommen war. Es gibt jedoch keinen einzigen Einbruch an den Objekten, wo die Ratschläge so umgesetzt wurden wie ich es unter Einhaltung aller Vorschriften geraten hatte. Folglich kann eine Falschberatung das Vermögen, das Leben und die Gesundheit gefährden und sie kostet unnützes Geld. . Und, verehrte Leserinnen und Leser, man muss kein Prophet sein um sagen zu können, dass Straftaten und die Bereitschaft zur Gewalt zunehmen werden. Für diese Aussage gibt es schon jetzt ganz klar erkennbare Tendenzen. Was, beispielsweise, ist denn in Bayern und in Berlin inzwischen k o n k r e t geschehen nach diesen fürchterlichen Überfällen in Bussen, Bahnen und auf öffentlichen Plätzen? Fragen Sie mal Herrn Seehofer oder Herrn Wowereit was genau sie getan haben um künftig Schaden von ihren Bürgerinnen und Bürgern abzuwenden. Ich glaube die Antwort müsste lauten: nicht viel!" Passiert in Deutschland irgend was oder kommen eine Frau oder ein Kind zu Schaden, singen alle unsere Politiker-/innen das selbe Lied: Wir müssen, wir wollen, wir planen, wir haben vor, künftig wird es... usw. usw. Und dabei bleibt es im Wesentlichen auch. So lange bis wieder mal was Öffentlichkeitswirksames passiert. .
Freundlichst, Ihr Herbert Ittner
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