| Tipp des Monats November 2011 |
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Betrug oder personifizierte Dämlichkeit - die Ohnmacht des Bürgers Kriminalberatung.de klärt auf . Die Märkte müssen den Menschen dienen und dürfen sie nicht vernichten (...) so die Theorie. Wird jemand von einem Betrüger geschädigt geht er zur Polizei und erstattet eine Strafanzeige, sollte er jedenfalls. Was aber, wenn der Bürger vom Staat und "den Märkten" durch fortgesetzt vorsätzliches oder fahrlässiges Handeln um seine Zukunftschancen betrogen und an seinem Vermögen geschädigt wird? Dann steht der Bürger erst einmal ziemlich doof da. Wirkungsvolle Großdemonstrationen wie in den 70-er und 80-er Jahren woran er sich beteiligen könnte gibt es nur noch vereinzelt. Und von den wenigen Menschen die heute noch mit Transparenten auf die Straße gehen, nimmt eh`kaum noch einer Notiz und beeindruckt die Rädelsführer dieser Banken- und Staatskrisen schon gar nicht. Um Gehör zu finden fehlt es an Vordenkern und Akteuren. Daher hat es die Regierung leicht, ihre habgierigen Hände einer Hydra gleich immer tiefer in die Taschen der Steuerzahler zu stecken. Im Bund genau so wie in den Ländern. Und der Steuerzahler ist ähnlich einer Leichenstarre handlungsunfähig. Unsere Landes- und Bundesparlamente sind das Nirwana der Geldgierigen und "die Märkte" erzeugen Hunger und Tod. Da haben es offenbar leichtfertig handelnde griechische Politiker geschafft, ihre eigenen Landsleute zu ruinieren und das Land in die Eurozone zu schwindeln und fordern dann mit Nachdruck und Häme die ewige Solidarität anderer Eurostaaten. Und schlimm ist es, dass unsere Kanzlerin hinter "den Märktemachern" herläuft wie der berühmte kleine Trommler hinter einer Militärkapelle. Frau Merkel hat schwierige Kanzlerjahre, aber vertrauensvolles Handeln sieht dennoch anders aus. Und durch ihre sich ständig widersprechenden Aussagen werden deren Inhalte für uns Bürger auch nicht glaubwürdiger. Wir müssen in Deutschland schon die teils betrügerisch herbeigeführten Privatinsolvenzen bezahlen und die Steuerhinterziehungen so mancher Milliardäre ausgleichen. Und wir kommen auch noch für den Mehrwertsteuerverlust bei teuren Reitpferden und bei den Hoteliers auf. Und wir ertragen auch die Soli-Lüge. Und an den ekelhaft hohen Boni-Zahlungen können wir auch nichts ändern (noch nicht). . Und nun kommt auch noch der liebe Herr Seehofer mit seiner Mautlüge. Die Einnahmen durch Mineralöl- und Kfz.Steuer sind pro Jahr ca. 53 Milliarden Euro. Bestimmungsgemäß für den Straßenbau werden davon gerade mal 17 Milliarden genutzt, der Rest geht in den allgemeinen Staatshaushalt. Für was und für wen also eine Straßenmaut? Wieder für den Sozialhaushalt? Allein die Begründung hinsichtlich ausländischer Autobahnnutzer ist völlig abwegig. Das sind gerade mal 5 %. Herr Seehofer sucht offenbar bürgerliche Solidarität um seine demnächst drohende Wahlschlappe in Bayern abzumildern. Auf dem CSU-Parteitag kürzlich in Nürnberg sagte Frau Merkel den bedeutsamen Satz: die Märkte müssen den Menschen dienen und dürfen sie nicht vernichten!" Liebe Frau Kanzlerin: warum lassen Sie es dann zu, dass es gerade anders herum ist? Handeln Sie jetzt ! Und eins ist gewiss: wir Bürgerinnen und Bürger sind mehr als nur Verfügungsmasse und nützliche Idioten. Wir sehen und hören die Signale. Die aktuellen sich ausweitenden Massendemonstrationen in Teilen der USA und auf dem Boden anderer Staaten zeigen uns, dass die Menschen nicht mehr gewillt sind, die Schäden dieser Hütchenspieler und die des Zockerpacks in einigen Kreditinstituten zu ertragen. Das lässt hoffen - auch für Deutschland und für Europa. Es geht doch angeblich die Gewalt vom Volke aus - oder doch nicht? Und Betrug bleibt nun mal Betrug. . Verehrte Leserinnen und Leser ich hoffe, Sie gehören nicht zu den krisengeschädigten Menschen in unserem Land. Ihr Herbert Ittner
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