Opferrechte und Hilfeeinrichtungen

Vorbemerkung: Das Zusammenleben in unserer globalen Welt wird immer schwieriger. Überlegen Sie daher genau, ob Sie Ihre Rechte oder vermeintliche Rechte alleine durchsetzen können.

Lange Zeit standen die Rechte von Opfern nicht so intensiv in der öffentlichen Diskussion wie die Rechte von Straftäterinnen und Straftätern. Da das auch heute noch so sein soll, nimmt ein Amtsrichter in Marburg a.d.Lahn seinen Hut und schmeist hin.

Der 63-jährige Amtsrichter Jürgen-Peter Taszis am Amtsgericht in Marburg hatte gestern seinen letzten Arbeitstag. In einem Interview mit der “Oberhessischen Presse” www.op-marburg.de sagt der Richter auf eine entsprechende Frage, Zitat: Ich höre jetzt auf, weil ich keinen Erfolg mehr habe. Meine Rechtssprechung ist opferzentriert. Der Sinn der Richter-Tätigkeit ist es aus meiner Sicht, Opfer zu schützen und Täter abzuschrecken. Das ist aber im heutigen Justizsystem nicht mehr so erwünscht. Heute steht der Täter mit seiner Resozialisierung im Vordergrund. Zitat Ende.

Das gesamte Interview können Sie nachlesen unter der Überschrift: “Ich höre auf, weil ich keinen Erfolg mehr habe” auf Seite 3 der Oberhessischen Presse, Ausgabe v. 6.1.2009

Auf die Entwicklung des Opferschutzes darf man also weiterhin gespannt sein. Wohl gemerkt ist es nicht zu diskutieren, dass Strafverfahren nach rechtsstaatlichen Grundsätzen und Maßstäben durchgeführt werden müssen. Aber es hat sich zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger geändert die Opfer geworden sind und es gibt inzwischen fast in jeder Stadt Opferberatungsstellen, Opferhilfeeinrichtungen und Ombudsmänner. Sie alle zu nennen, würde fast ein Buch füllen. Deshalb wird hier nur auf ein paar einzelne und zentrale Einrichtungen hingewiesen. Wenn die für Ihren Wohnort zuständige Stelle nicht dabei sein sollte, wird man Ihnen in der am nächsten gelegenen Einrichtung sicher gerne weiterhelfen. Das Opferschutzgesetz ist seit 1986 in Kraft und das Zeugenschutzgesetz seit 1998.

Hilfreiche Adressen:

1. Bundessozialamt, Reichspietsufer 72-76, 10785 Berlin

2. Hessisches Amt für Versorgung und Soziales (Versorgungsamt), Südanlage 14 A, 35390 Giessen, Telefon: 0641 / 79360

oder für Österreich:

Bundessozialamt, Babenbergstraße 5, 1010 Wien, bundessozialamt@basb.gv.at

oder für die Schweiz: www.viavia.ch

3. Für Entschädigungsfragen von Opfern rechtsextremistischer Übergriffe hat der Deutsche Bundestag im Rahmen des Haushaltsgesetzes 2002 Mittel zur Entschädigung von Opfern zur Verfügung gestellt.

Kontaktadresse: Generalbundesanwalt beim BGH

Postfach 2720

76014 Karlsruhe

oder: www.Generalbundesanwalt.de oder www.bundesjustizamt.de

4. Hessischer Opferfond für Entschädigung von Opfern durch Gefangene.

Antrag an: Staatsanwaltschaft bei dem Oberlandesgericht, Zeil 42, 60313 Frankfurt

Tel.: 069 / 1367 – 2259

5. Entschädiung von Opfern terroristischer Straftaten.

Antrag an: Bundesamt für Justiz, Ref. III 2, 53094 Bonn, Tel. 0228/99410-5288 www.bundesjustizamt.de

6. Unfallversicherungsschutz für Nothelfer und Hilfeleistende

Antrag an: Unfallkasse Hessen, Leonardo-da-Vinci-Allee 20, 60486 Frankfurt, Tel. 069 / 29972-223

www.ukh.de

7. Entschädigungsfond für Verkehrsopfer bsp. bei Unfallflucht, kein Versicherungsschutz etc.

Antrag an: Verein Verkehrsopferhilfe e.V., Wilhelmstr. 43, 10117 Berlin, Tel.: 030 / 2020-5000

www.verkehrsopferhilfe.de

8. Ombudsleute:

a) Ombudsmann für Versicherungen www.Versicherungsombudsmann.de

10006 Berlin, Postfach 08063

b) Ombudsmann für private Kranken- und Pflegeversicherungen www.pkv-Ombudsmann.de

10117 Berlin, Kronenstraße 13

10. OPFERFIBEL , ein Rechtswegweiser für Opfer einer Straftat, herausgegeben vom Bundesministerium der Justiz, 11015 Berlin, oder: www.bmj.bund.de

11. ICH HABE RECHTE, ein Wegweiser durch das Strafverfahren für jugendliche Zeuginnen und Zeugen, herausgegeben vom Bundesministerium der Justiz, 11015 Berlin, oder: www.bmj.bund.de

12. Weisser Ring, (Bundesgeschäftsstelle)Weberstraße 16, 55130 Mainz-Weisenau, Telefon: 06131/83030, www.weisser-ring.de

13. Einige OPFERHILFEEINRICHTUNGEN nach Postleitzahlen

PLZ 0 – Opferhilfe Sachsen e.V., Theresienstraße 17, 01097 Dresden, Tel. 0351/8010139

Opferhilfe Sachsen e.V., Muskauer Straße 4, 02625 Bautzen, Tel. 03591/679550

Opferhilfe Sachsen e.V., Eckstraße 1a, 09113 Chemnitz, Tel. 0371/4331698

Opferhilfe Sachsen e.V., Wilhelmsplatz 2, 02826 Görlitz Tel. 03581/420023

Opferhilfe Sachsen e.V., Härtelstraße 11, 04107 Leipzig , Tel. 0341/ 2254318

Opferhilfe Sachsen e.V., Münzstraße 2, 08056 Zwickau, Tel. 0375/3031748

PLZ 1 – Opferhilfe Berlin e.V., Oldenburger Str. 38, 10551 Berlin, Tel. 030/3952867

Kind im Zentrum, evangel. Fürsorgewerk, Neue Schönhauser Str. 16, 10178 Berlin

Weißer Ring, Landesbüro, Breite Str. 19, 14467 Potsdam, 0331/291273

Frauen helfen Frauen e.V., Ernst-Haeckel-Str. 1, 18059 Rostock, 0381/4403077

PLZ 2 – Opferhilfebüro Lüneburg, Reitende-Diener-Str. 7, 21335 Lüneburg, Tel. 04131/202639

Zeugenbetreuung im Justizgebäude, Sievekingplatz 3, 20355 Hamburg, 040/428433899

Opferhilfebüro im Kreishaus, Lambertshof 9, 26603 Aurich, 04941/13-1122

Weißer Ring, Landesbüro, Sögestr. 47-51, 28195 Bremen, 0421/323211

PLZ 3 – Opferhilfebüro Hannover, Hildesheimer Str. 20, 30169 Hannover, Tel. 0511/616-22029 o.- 22030

Weißer Ring, Außenstelle, Fahracker 24, 35260 Stadtallendorf, 06429/921450

Sozialer Dienst der Justiz, Mönchskirchhof 6, 39576 Stendal, 03931/64950

Weißer Ring, Landesbüro, Gretelriede 63, 30419 Hannover, 0511/799997

Giessener Hilfe, Ostanlage 21, 35390 Giessen, www.giessener-hilfe.de 0641/972250

Kasseler Hilfe, Wilhelmshöher Allee 102, 34121 Kassel, www.kasseler-hilfe.de

Notruf Marburg, 35037 Marburg, Gutenbergstrasse, 06421/21438 oder

www.notruf-marburg@gmx.de , eine Beratung für Frauen.

Deutscher Kinderschutzbund, 35390 Gießen, Ludwigsplatz 3, 0641/38069

PLZ 4 – Opferhilfe Münster e.V. , Schaumburgstr. 11, 48145 Münster, Tel. 0251/6744109

Zeugenbetreuung Amtsgericht, Mühlenstr. 34, 40213 Düsseldorf, 0211/8306-2950

Rechtsantragstelle im Amtsgericht, Schloßberg 1, 47533 Kleve, 02821/87-0

PLZ 5 – Amts- und Landgericht Köln, Zeugenbetreuungsstelle, Luxemburger Str. 101,

50939 Köln, Tel. 0221/477-1284

Gerichtshilfe Staatsanwaltschaft, Irminenfreihof 10, 54290 Trier, 0651/466388

Landgericht Siegen, Berliner Str. 21, 57072 Siegen, 0271/3373-295

Weißer Ring, Landesbüro, Karlstr. 21, 59065 Hamm, 02381/6945

PLZ 6 – Hanauer Opfer- und Zeugenhilfe, Salzstr. 11, 63450 Hanau, Tel. 06181/24871

Wiesbadener Hilfe e.V., Marktstraße 32, 65183 Wiesbaden, 0611/3082324,

www.wiesbadener-hilfe.de

Gerichtshilfe Staatsanwaltschaft, Lauterstr. 2, 67657 Kaiserslautern

Weißer Ring, Landesbüro, Halbergstr. 44, 66121 Saarbrücken, 0681/67319

Opferhilfe Limburg-Weilburg e.V., Postfach 1414, 65534 Limburg , Tel. 06431/45045

Opferhilfe Südehessen e.V., Nikoleyweg 7, 64354 Reinheim, 06162/912-100,

www.opferhilfe.de

Deutscher Kinderschutzbund, In der Burg 18, 61169 Friedberg, 06031/3175

PLZ 7 – Zeugenhilfe Karlsruhe, Hans-Thoma-Str. 7, 76133 Karlsruhe, Tel. 0721/926-6362

Gerichtshilfe Staatsanwaltschaft, Marienring 13, 76829 Landau, 06341/22436

Landgericht, Gutenbergstr. 17, 76532 Baden-Baden, 07221/685222

PLZ 8 – Zeugenbetreuungsstelle Landgericht München I und II, Nymphenburger Str. 16 ,

80335 München, Tel. 089/5597-5555

Zeugenbetreuungsstelle, Am Alten Einlass 1, 85150 Augsburg, 0821/3105-301

Zeugenbetreuung, Marienplatz 7, 88212 Ravensburg, 0751/806-2391

Weißer Ring, Landesbüro, Hilaria-Lechner-Str. 18, 86690 Mertingen, 09078/89494

PLZ 9 – Zeugenbetreuungsstelle Nürnberg-Fürth, Fürther Str. 110, 90429 Nürnberg, Tel. 0911/3212832

Zeugenbetreuungsstelle Landgericht, Zengergasse 1, 94032 Passau, 0851/394-132

Zeugenbetreuungsstelle, Landgericht, Ottostraße 5, 97070 Würzburg, 0931/381-347

Zeugenbetreuungsstelle, Landgericht, Lindenallee 15, 98617 Meiningen, 03693/509211

Weißer Ring, Landesbüro, Carl-Schüller-Str. 11, 95444 Bayreuth, 0921/81401

Adressen und Telefonnummern können sich im Laufe der Zeit verändern. Sollten Sie feststellen, dass wir inaktuelle Daten haben, freuen wir uns über eine eMail.

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