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Automatische Gesichtserkennung bei Videoüberwachung

upCam ÜberwachungskamerasÜberall liest man von der automatischen Gesichtserkennung. Sie soll zwar die Wende bei Fahndungen und Strafverfolgung bringen, wird aber von Gegner negativ betrachtet. Viele sehen die automatische Gesichtserkennung als negativ an, da sie Angst vor einem Überwachungsstaat haben, der alles aufzeichnet, was man tut und jederzeit weiß, wo man man sich aufhält. Doch was ist die automatische Gesichtserkennung eigentlich? Wie funktioniert sie und nach welchen Parametern wird vorgegangen? Viele Menschen wissen aber auch gar nicht, dass sie die automatische Gesichtserkennung schon verwenden und das vielleicht ganz unbewusst. Haben Sie ein neues iPhone und entriegeln Sie dieses vielleicht mit einem Blick hinein? Dann nutzen Sie diese Technik schon, ohne dass Sie vielleicht davon wissen. Wir verraten Ihnen heute alles über die neueste Technik und zeigen die Vor- und Nachteile auf.

Was ist automatische Gesichtserkennnung?

Automatische Gesichtserkennung bei VideoüberwachungDie automatische Gesichtserkennung ist eine Analyse zur Erkennung von Gesichtern. Mit mehreren vergleichbaren Aspekten können so Gesichter auf Videos und Fotos erkannt werden. Dabei wird auf die

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  • geometrische Anordnung
    • Abstand von Mund zu Nase
    • Augenabstand
    • Größe der Stirn etc.
  • die Texturerkennung auf der Oberfläche
    • Narben
    • Leberflecke etc.

und besondere Merkmale (z.B. in der Kopfform) geachtet. Anhand dieser Gegebenheiten kann eine Software mittels Foto und Video eine Person wiedererkennen und feststellen, wo sie sich befindet.

Bei der Gesichtserkennung wird in zwei verschiedene Kategorien unterschieden. Einmal in die Face Perception, also in die Gesichtserkennung, die vom Menschen ausgeht und einmal in die Face Recognition, also in die automatische Gesichtserkennung, die von einer Maschine ausgeht.

Bei der Face Perception vergleich ein Mensch Bilder oder Videos von jemanden miteinander, um herauszufinden, ob es sich um die gleiche Person handelt. Teilweise ist dies schwierig, da sich Personen optisch verändern können, etwa durch einen anderen Haarschnitt, eine andere Haarfarbe oder eine Gesichtsoperation.

Bei der Face Recognition ermittelt eine Maschine, also ein Computer mit Software, anhand bestimmter, vorher festgelegter Parameter, ob es sich um die gesuchte Person handelt oder nicht. Dabei wird nur anhand der eingespeisten Werte, beispielsweise der Abstand von Auge zu Auge, von Auge zu Ohr oder von Mund zu Nase oder Kinn, herausgefunden, ob es sich um die gesuchte Person handelt.

Anders als bei der Face Perception liegt die Face Recognition nur in den wenigsten Fällen falsch, da sich die Parameter wie der Abstand von Mund zu Nase oder auch die besonderen Merkmale einer Person nicht ändern, nicht einmal, wenn eine Gesichtsoperation stattgefunden hat.

Die automatische Gesichtserkennung im technischen Zusammenhang

Die automatische Gesichtserkennung ist ein technisch ausgereiftes Verfahren, das mit biometrischen Werten arbeitet. Sie kommt bei sicherheitstechnischen, forensischen und kriminalistischen Zwecken zum Einsatz. Dabei wird sie zur Identifikation und Authentifizierung einer natürlichen (menschlichen) Person eingesetzt.

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So gibt es beispielsweise Gesichtserkennung mit Zutritts- oder Zugriffskontrolle im Sicherheitsbereich oder auch in Melderegistern zur Vorbeugung von Identitätsdiebstahl, etwa beim Reisepass oder anderen wichtigen Dokumenten. Dabei wird in zwei Varianten unterschieden: 2D-Verfahren und 3D-Verfahren.

Das 2D-Verfahren arbeiten mit der Vermessung von besonderen Merkmalen. So sind Abstände von Mund und Nase, aber auch die Größe der Augen oder der Sitz der Ohren wichtig. Es gibt aber auch komplexe Berechnung wie eine Hauptkomponentenanalyse. Mittels der neuen Standards im 2D-Verfahren gibt es heute nur 1% Fehlerquote. Bei hundert Personen wird also eine Person nicht erkannt. Die Rate ist dabei genauso gering wie beim Fingerabdruck oder Irisscan.

Das 3D-Verfahren agiert über die Streifenprojektion und kann das Gesicht und den Körper in 3D erfassen. So hat weder die Pose, die ein Mensch einnimmt, noch die Veränderung von Haarfarbe und Haarlänge einen Einfluss auf die Auswertung. Das 3D-Verfahren sorgt für eine bessere Erkennungsgenauigkeit.

Wie funktioniert die automatische Gesichtserkennung?

Vorgehensweise mittels Was ist damit gemeint?
Geometrische Anordnung Wie ist das Gesicht aufgebaut? Dabei wird der Abstand von Ohr zu Ohr, Mund zu Nase, Auge zu Auge usw. ausgewertet.
Texturerkennung Hier wird auf die Hautoberfläche eingegangen. Gibt es Narben, Muttermale, Leberflecken etc.?
Besondere Merkmale Kopfform, Körperhaltung (z.B. Hinken) etc.

Wo wird die automatische Gesichtserkennung eingesetzt?

Heute wird die automatische Gesichtserkennung vermehrt in der Fahndung und Strafverfolgung eingesetzt. Mittels Gesichtserkennung lassen sich Verbrecher so leichter fangen. Allerdings gibt es schon viele andere Bereiche, in denen die automatische Gesichtserkennung zu finden ist. Oftmals wird sie unbewusst genutzt, sodass erst bei genauem Nachdenken und Hinschauen klar wird, dass mit automatischer Gesichtserkennung gearbeitet wird.

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Viele Firmen haben so nicht nur einen Fingerscan zum Eintritt, sondern auch einen Gesichtsscan. Sie stellen sich vor eine Tür, Ihr Gesicht wird gescannt und Sie bekommen Eintritt. Das Ganze läuft so automatisch ab, sodass viele Personen gar nicht merken, dass es sich dabei um eine automatische Gesichtserkennung handelt.

Auch wenn Sie das neueste iPhone entsperren, nutzen Sie die automatische Gesichtserkennung. Sie schauen in den Bildschirm, Ihr Gesicht wird erkannt und der Startbildschirm erscheint. Genauso funktioniert es auch bei Computern, Tablets und Laptops.

Manche Apps arbeiten auch schon mit automatischer Gesichtserkennung. Etwa die App FindFace, die von russischen Software-Entwicklern produziert wurde. Sie braucht nur ein Foto von einer Person, um diese dann in sozialen Netzwerken und im ganzen Internet wiederzufinden. Die App ist dafür gedacht, Werbung spezialisieren zu können. So schaut sich jemand im Geschäft einen neuen Fernseher an, wird von der Überwachungskamera im Laden aufgenommen und im sozialen Netzwerk anhand der Aufnahme im Laden wiedergefunden. So bekommt er speziell auf ihn zugeschnittene Werbung von neuen Fernsehern, um den Kauf anzuregen.

Auch die App FaceApp arbeitet mit automatischer Gesichtserkennung. Eigentlich war FaceApp eine App, die Spaß machen sollte. Man machte ein Foto, ließ es altern, verjüngen oder das Geschlecht wechseln und postete es in den sozialen Medien. Doch die App speichert die Bilder, Daten und Cookies, um herauszufinden, was der User sonst noch so im Internet macht. Aus Spaß wurde ernst und nur noch Wenige nutzen die FaceApp heute.

Sie sehen also, es gibt viele Möglichkeiten, die automatische Gesichtserkennung einzusetzen, ohne dass es jemand bemerkt.

Tipp: Machen Sie sich also im Vorfeld Gedanken darüber, ob Sie eine solch App nutzen wollen oder ob Sie bei einem Arbeitgeber arbeiten wollen, der mit automatischer Gesichtserkennung Zugang zum Gebäude oder bestimmten Bereichen gibt.

Welche Vor- und Nachteile hat die automatische Gesichtserkennung?

  • Sicherheit an Flughäfen und Grenzübergängen
  • optimal zur Strafverfolgung bzw. Fahndung
  • erleichtert die Entsperrung von Smartphones
  • erleichtert den Zutritt in Gebäuden mit hohen Sicherheitsvorkehrungen
  • weniger Privatsphäre

Kritik an der automatischen Gesichtserkennung

Immer wieder gibt es viel Kritik an der automatischen Gesichtserkennung. Der Eingriff in die Privatsphäre ist hoch. Es wird vor Massenüberwachung gewarnt. Der Staat könnte zum Überwachungsstaat werden.

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Die Stadt San Francisco verbot im Mai 2019 den Einsatz von automatischer Gesichtserkennung bei Behörden und Stadtpolizei. Sie wollen die Bürgerrechte schützen und auf andere Technologien setzen.

Bildnachweise: Adobe Stock / LumineImages, Amazon/ upCam

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