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Checkliste Einbruchschutz & sicheres Wohnen

Besprechen Sie anhand dieser Checkliste Ihre Wünsche mit Ihrem Architekten oder Handwerksmeister bereits in Planungsphase. Unsere Checkliste ist lediglich eine Orientierungshilfe:

  • Elektronische Schließzylinder sind die neue Flexibilität in eine schlüssellose Zukunft. Elektronische Schließzylinder garantieren höchstmöglichen Schutz gegen alle derzeit bekannten Manipulationsversuche und befinden sich in den selben Schutzklassen wie rein mechanische Zylinder und sie sind auch in „online-Version“ erhältlich, also mit integrierter Funk-Schnittstelle. Lassen Sie sich vor dem Kauf nur von qualifizierten Fachgeschäften oder Ingenieurbüros beraten, denn: Onkel Heini und Tante Erna wissen es nicht..!
  • Mechanische Profil- bzw. Schließzylinder (wenn möglich mit Schutz- und Gefahrenfunktion). Das bedeutet, dass man den Zylinder auch dann schließen kann wenn auf der Gegenseite ein Schlüssel steckt. Bei mehreren Zylindern in einem Haus (Bsp. Haustür, Garage, Gartenhaus, Gartentor etc.)  auf Gleichschließung achten: man kann mit nur einem Schlüssel sämtliche Türen schließen. Gute und verlässliche Zylinder sind gegen die herkömmlichen illegalen Öffnungsmethoden geschützt. Auf der sicheren Seite sind Sie mit Zylindern ab VdS-Klasse A oder  DIN 18252 EN 1303 ab P 1. Eine ausführliche Beschreibung zu sicheren Schließzylinder finden Sie in unserem “Schließzylinder-Ratgeber“.

    Häufig hört man die Aussage, Flachschlüssel bzw. Muldenschlüssel oder  Bohrmuldenschlüssel seien „sicherer“ als das herkömmliche Schlüsselprofil mit Einschnitten. Das  stimmt so pauschal nicht. Es kann sein, muss aber nicht. Beide Profilsysteme haben ihre Vor- und Nachteile und sind in gleichen Sicherheitsstufen erhältlich. Wichtig ist: der Profilzylinder ist an jeder Tür das Kernstück der Sicherheit.

  • Schutzbeschlag oder Schutzrosette mit Ziehschutz ab Schutzklasse ES 1. So ein Beschlag schützt den Türzylinder beispielsweise gegen einen so genannten „Zieh-fix“ bzw. anderweitiges Herausziehen des Zylinders.
  • Weitere Vorkehrungen für sichere Türen: Für einen guten Rundumblick ist ein Türspion mit 200 Grad unerlässlich oder alternativ dazu eine Gegensprechanlage. Darüber hinaus sollten sie die Haustür mit einem Sperrbügel versehen. Dadurch sind sie in der Lage die Haustür einen Spalt abgesichert zu öffnen.
  • Einbruchhemmende Rollläden sind bei den o.a. Fensterelementen entbehrlich und kosten oft mehr als ein neues WK/RC 2 – Fenster. Wer aber gerne noch mehr tun möchte kann sich eine mechanische Hochschiebesicherung einbauen lassen. Ansonsten der Hinweis: Rollläden schützen vor Regen, Schnee und neugierigen Nachbarn, nicht aber vor Einbrecher.
  • Kellerschächte dienen nicht sehr häufig dem Vorgehen eines Einbrechers. Dennoch dürfen sie nicht ganz vernachlässigt werden. Schutzmaßnahmen können Rollenrostsicherungen, stahlarmierte Glasbetonelemente oder Abhebesicherungen aus Flacheisen und Ketten sein. Bei Lichtschächten aus Kunststoff gilt eine besonders sorgfältige Montage.
  • Garagentore gibt es auf dem Markt inzwischen ebenfalls einbruchshemmend bis WK/RC 2, auch Decken-Sektionaltore. Rolltore gar bis zur WK/RC 3.  Der Industrieverband „Türe, Tore und Zargen“ (ttz) hat 2007 auch eine verbandseigene Richtlinie für einbruchshemmende Garagentore herausgegeben.
  • Eisengitter können bei häufig gekippten Fenster (Garagen, Keller, Toiletten, Warenlager etc.) eine sinnvolle Maßnahmen gegen das Eindringen von Tätern sein. Vorausgesetzt es werden einige Dinge beachtet:
    • Fachgerechte Befestigung und eine Sicherung gegen Demontage
    • Möglichst Fertigung nach DIN 18106 und ab WK/RC 2
    • Einzelne Öffnungen nicht größer als 10 x 25 cm
    • Durchmesser bei Rundstäben 18 mm und bei Vierkantstäben 16 x 16 mm

Die Entscheidung darüber, ob Sie sich lieber mechanisch absichern oder zusätzlich  die Installation einer Einbruchmeldeanlage mit oder ohne kostenpflichtiger Aufschaltung an einen Wachdienst oder die Polizei vorziehen, müssen Sie nach Abwägung aller Besonderheiten und Vor- und Nachteile selber treffen. Besonderheiten können sein: Wertstellung und Lage des Objektes, Gefährdung von Berufswegen der Bewohner, Auflagen einer Versicherung etc.

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